Darstellung eines integrierten Supportprozesses mit Self-Service, CRM und Ticketing
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Wie Internetanbieter Supportprozesse steuerbar machen: Self-Service, CRM und Ticketing

29.09.2026

Internetanbieter verfügen meist bereits über mehrere Systeme für Kundenservice und technischen Betrieb. Kundendaten liegen im CRM, offene Anliegen werden im Ticketsystem bearbeitet und technische Informationen stammen aus weiteren Plattformen. Kommt eine Self-Service-Lösung hinzu, entsteht daraus noch kein durchgängiger Supportprozess.

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Entscheidend ist, welche Aufgabe jedes System übernimmt und wie Informationen zwischen ihnen weitergegeben werden. Ein Self-Service kann häufige Anliegen lösen, technische Prüfungen durchführen und ungelöste Fälle vorbereiten. CRM und Ticketing ordnen diese Fälle dem richtigen Kundenkonto, Status und Bearbeitungsprozess zu. Das Supportteam benötigt dafür eine verständliche Arbeitsgrundlage.

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Für Internetanbieter geht es bei der Integration daher um eine konkrete Frage: Wie gelangen die richtigen Informationen zur richtigen Zeit an die richtige Stelle?

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Auf einen Blick

  • Self-Service, CRM und Ticketing erfüllen unterschiedliche Aufgaben im Supportprozess.
  • Eine Self-Service-Lösung muss bestehende Systeme ergänzen und relevante Informationen verfügbar machen.
  • Strukturierte Vorqualifizierung hilft dabei, Anliegen einzuordnen, weiterzuleiten und gezielter zu bearbeiten.
  • Eine Vorgangsnummer hält Kundenanliegen und Prozessinformationen über mehrere Systeme hinweg zusammen.
  • Der erforderliche Integrationsumfang hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab.
  • Ein klar abgegrenzter Prozess eignet sich als Ausgangspunkt für die schrittweise Integration.
  • Unter hoher Auslastung helfen strukturierte Informationen bei Priorisierung, Routing und Bearbeitung.

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Inhalt

  1. Warum Self-Service in bestehende Supportprozesse passen muss
  2. Welche Systeme im ISP-Support zusammenspielen
  3. Wie aus einer Anfrage ein steuerbarer Vorgang wird
  4. Welche Informationen für die Vorqualifizierung relevant sind
  5. Wie CRM und Ticketing vom vorhandenen Kontext profitieren
  6. Warum Integration schrittweise erfolgen kann
  7. Wie Support unter hoher Auslastung steuerbar bleibt
  8. Woran sich die Prozessqualität messen lässt
  9. Wie MyProvider bestehende Systemlandschaften ergänzt
  10. Häufige Fragen zu Self-Service, CRM und Ticketing
  11. Fazit

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Warum Self-Service in bestehende Supportprozesse passen muss

Eine Self-Service-Lösung ist Teil einer vorhandenen Serviceorganisation. KundInnen nutzen sie beispielsweise für die Router-Einrichtung, eine Verbindungsprüfung, die WLAN-Optimierung oder eine Störungsmeldung. Einige Anliegen lassen sich innerhalb des digitalen Prozesses abschließen. Andere benötigen eine persönliche Bearbeitung oder Informationen aus weiteren Systemen.

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An diesem Punkt entscheidet die Einbettung in den bestehenden Supportprozess über den operativen Nutzen. Bleiben App, CRM und Ticketsystem voneinander getrennt, entstehen parallele Vorgänge. Das Supportteam sieht dann möglicherweise, dass eine Anfrage eingegangen ist, kennt aber weder den bisherigen Verlauf noch die Ergebnisse technischer Prüfungen.

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Typische Folgen sind:

  • erneute Fragen zu bereits erfassten Angaben
  • wiederholte technische Prüfungen
  • manuelle Übertragung von Informationen
  • unklare Zuständigkeiten
  • Weiterleitungen zwischen mehreren Teams
  • fehlende Transparenz über den Bearbeitungsstatus
  • zusätzlicher Aufwand für KundInnen und Mitarbeitende

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Ein digitaler Kontaktkanal macht einen Prozess daher noch nicht steuerbar. Dafür braucht es eine gemeinsame Logik für Informationen, Zuständigkeiten und Status.

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Wie der Wechsel vom Self-Service in den persönlichen Support konkret gestaltet werden kann, zeigt der Beitrag „Self-Service und Kundenservice verbinden: So gelingt die Übergabe im technischen Support“.

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Welche Systeme im ISP-Support zusammenspielen

Eine durchgängige Servicearchitektur bedeutet nicht, sämtliche Daten in einem einzigen System zu bündeln. Jedes beteiligte System hat eine eigene Aufgabe.

Bestandteil Aufgabe im Supportprozess Typische Informationen
Self-Service-App Führt KundInnen durch Prüfungen, Anleitungen und Lösungsschritte Anliegen, Antworten, Prüfergebnisse, ausgeführte Schritte
Service-Dashboard Macht digitale Vorgänge und ihre Nutzung für Service und Management sichtbar Prozessverlauf, technische Informationen, Statistiken
CRM Stellt den Kunden- und Vertragskontext bereit Kundendaten, Vertrag, Tarif, Anschluss, Kontakthistorie
Ticketsystem Steuert die operative Bearbeitung Status, Priorität, Zuständigkeit, Fristen, Dokumentation
ACS und technische Systeme Liefern technische Informationen zum Anschluss oder Endgerät Erreichbarkeit, Konfiguration, Gerätestatus, technische Ereignisse
Supportteam Bewertet den Fall und veranlasst den nächsten Schritt Diagnose, Entscheidung, Rückfrage, Lösung oder Eskalation

Welche Systeme tatsächlich beteiligt sind, unterscheidet sich je nach Anbieter. Einige Unternehmen nutzen CRM und Ticketing innerhalb einer Plattform. Andere arbeiten mit mehreren spezialisierten Lösungen oder historisch gewachsenen Systemlandschaften.

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Wichtig ist eine klare Aufgabenteilung: Der Self-Service strukturiert die Interaktion mit den KundInnen. Das CRM liefert den Kundenkontext. Das Ticketsystem organisiert die Bearbeitung. Technische Systeme ergänzen die für den Fall erforderlichen Daten. Das Supportteam verbindet diese Informationen zu einer Entscheidung.

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Wie aus einer Anfrage ein steuerbarer Vorgang wird

Ein steuerbarer Supportprozess lässt sich in fünf Schritte gliedern.

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1. Anliegen erfassen

Der Prozess beginnt mit einer konkreten Beobachtung der Kundin oder des Kunden. Das kann eine fehlende Internetverbindung, instabiles WLAN, ein Problem bei der Router-Einrichtung oder eine bekannte Netzstörung sein. Eine allgemeine Beschreibung wie „Das Internet funktioniert nicht“ reicht für die weitere Bearbeitung meist nicht aus. Der Self-Service kann durch gezielte Fragen klären, seit wann das Problem besteht, welche Geräte betroffen sind und in welcher Situation es auftritt.

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2. Anliegen prüfen und eingrenzen

Anschließend führt der digitale Prozess passende Prüfungen und Lösungsschritte durch. Je nach Anwendungsfall können dazu ein Anschlusscheck, eine Routerprüfung, ein Speedtest oder eine WLAN-Messung gehören. Das Ergebnis kann eine direkte Lösung, eine verständliche Information oder die Eingrenzung einer möglichen Ursache sein. Auch ein ungelöstes Anliegen gewinnt dadurch an Struktur.

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3. Relevanten Kontext zusammenführen

Bleibt eine persönliche Bearbeitung erforderlich, werden die relevanten Informationen zu einem Vorgang zusammengeführt. Dazu gehören das erkannte Fehlerbild, wichtige Prüfergebnisse, bereits ausgeführte Schritte und der Grund für die Weiterleitung. Eine Vorgangs- oder Ticketnummer sorgt dafür, dass die Informationen demselben Fall zugeordnet bleiben. Sie unterstützt zugleich die Kommunikation mit den KundInnen.

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4. Fall in den bestehenden Prozess übergeben

Der Vorgang gelangt über den definierten Kontakt- oder Ticketing-Prozess an das zuständige Team. CRM und Ticketsystem ergänzen Kundenkontext, Zuständigkeit, Priorität und Bearbeitungsstatus. Das Supportteam erhält damit eine vorbereitete Arbeitsgrundlage. Welche Informationen direkt übertragen oder über ein Dashboard bereitgestellt werden, hängt von der jeweiligen Systemarchitektur ab.

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5. Ergebnis dokumentieren und auswerten

Nach der Bearbeitung sollte nachvollziehbar sein, wie der Fall gelöst wurde. Wiederkehrende Übergabegründe geben Hinweise darauf, wo der Self-Service verbessert werden kann. Wenn sich beispielsweise viele Vorgänge nach derselben fehlgeschlagenen Routerprüfung häufen, kann eine zusätzliche Anleitung, eine verständlichere Erklärung oder ein weiterer automatischer Prüfschritt sinnvoll sein. Die Bearbeitungsdaten werden so zur Grundlage für die Prozessoptimierung.

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Ein steuerbarer Supportprozess lässt sich in fünf Schritte gliedern.

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Welche Informationen für die Vorqualifizierung relevant sind

Vorqualifizierung bedeutet, dass ein Anliegen vor der persönlichen Bearbeitung systematisch erfasst und eingeordnet wird. Ziel ist eine kompakte Zusammenfassung, mit der das Supportteam direkt weiterarbeiten kann.

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Welche Angaben notwendig sind, hängt vom jeweiligen Prozess ab. Für einen technischen Supportfall können folgende Informationsbereiche relevant sein:

Informationsbereich Beispiele Zweck
Kundenkontext Kundennummer, Anschlussart, Tarif, Aktivierungsstatus Zuordnung zum Kundenkonto und Vertrag
Anliegen Fehlerbild, betroffene Geräte, Zeitpunkt, Nutzungssituation Einordnung des konkreten Problems
Technischer Zustand Routermodell, Erreichbarkeit, Verbindungsstatus, Messwerte Eingrenzung möglicher Ursachen
Prozessverlauf Gestellte Fragen, Antworten, ausgeführte Schritte Vermeidung unnötiger Wiederholungen
Übergabegrund Technische Grenze, fehlende Berechtigung, ungelöster Befund Erklärung des weiteren Bearbeitungsbedarfs
Vorgangsdaten Vorgangsnummer, Zeitstempel, Priorität, Kontaktweg Routing und Nachverfolgung

Mehr Daten verbessern einen Supportfall nicht automatisch. Entscheidend ist ihre Relevanz für die nächste Bearbeitungsstufe. Eine verständliche Zusammenfassung des Befunds ist für Mitarbeitende meist hilfreicher als eine ungefilterte Sammlung technischer Rohdaten.

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Auch Datenschutz, Zweckbindung und Berechtigungen müssen bei der Konzeption berücksichtigt werden. Teams sollten nur auf die Informationen zugreifen können, die sie für ihre jeweilige Aufgabe benötigen.

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Wie CRM und Ticketing vom vorhandenen Kontext profitieren

CRM und Ticketsystem werden im Arbeitsalltag häufig gemeinsam betrachtet, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen.

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Das CRM liefert den Kundenkontext

Das CRM beantwortet vor allem die Frage, zu wem ein Anliegen gehört. Dort können Vertragsdaten, Anschlussinformationen und bisherige Kontakte zusammenlaufen. Dieser Kontext hilft dem Support, den Fall richtig einzuordnen. Für eine technische Diagnose reichen CRM-Daten allein häufig nicht aus. Erst die Verbindung mit dem aktuellen Fehlerbild und den Ergebnissen des Self-Service zeigt, was im konkreten Fall bereits geprüft wurde.

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Das Ticketsystem steuert die Bearbeitung

Das Ticketsystem beantwortet die Frage, wie ein Anliegen weiterbearbeitet wird. Es bildet beispielsweise Status, Priorität, zuständiges Team, Bearbeitungsfristen und interne Notizen ab.

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Die Qualität des Tickets hängt wesentlich von seinem Inhalt ab. Ein Ticket mit der Angabe „Internet funktioniert nicht“ erfordert weitere Rückfragen. Ein vorqualifizierter Vorgang kann bereits zeigen:

  • welches Problem besteht
  • welche Komponenten betroffen sind
  • welche Prüfungen durchgeführt wurden
  • welche Ergebnisse vorliegen
  • welche Maßnahmen bereits erfolgt sind
  • weshalb eine weitere Bearbeitung erforderlich ist

Damit kann das Ticketsystem seine eigentliche Aufgabe besser erfüllen: den Vorgang gezielt in den passenden Bearbeitungsprozess zu überführen.

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Die Ticketing-Funktion ist ein möglicher Übergabepunkt für Anliegen, die sich im Self-Service nicht abschließend lösen lassen.

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Das Dashboard schafft eine operative Sicht

Ein Service-Dashboard kann die in der App durchlaufenen Vorgänge und relevante technische Informationen sichtbar machen. Damit erhalten Servicemitarbeitende eine zusätzliche Perspektive auf den bisherigen Prozess.

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Für das Management sind aggregierte Auswertungen relevant: Welche Prozesse werden häufig genutzt? An welchen Stellen entstehen Kontakte? Welche Probleme treten wiederholt auf? Das Conntac Dashboard unterstützt damit sowohl die Bearbeitung einzelner Vorgänge als auch die Auswertung der Self-Service-Nutzung.

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Warum Integration schrittweise erfolgen kann

Der Begriff Systemintegration weckt schnell die Erwartung eines umfassenden IT-Projekts. Der tatsächliche Aufwand hängt jedoch davon ab, welche Informationen zwischen welchen Systemen ausgetauscht werden müssen.

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Für die Planung hilft eine Unterscheidung nach Integrationstiefe.

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Stufe 1: Definierter Kontaktweg

Der Self-Service führt KundInnen nach einem festgelegten Ausstiegspunkt zu einem geeigneten Kontaktkanal. Die Informationen werden noch nicht vollständig in ein anderes System übertragen.

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Diese Variante ist einfach umzusetzen, bietet dem Support aber nur begrenzten Kontext.

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Stufe 2: Strukturierte Übergabe

Der Self-Service fasst Anliegen, Prüfergebnisse und bisherige Schritte zusammen. Die Informationen werden beispielsweise als strukturiertes Ticket oder an eine vorhandene CRM- beziehungsweise E-Mail-Anwendung übergeben.

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Der Nutzen entsteht durch eine einheitliche Datenstruktur und die eindeutige Zuordnung zum Vorgang.

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Stufe 3: Systemgestützte Zuordnung und Bearbeitung

Relevante Informationen werden über definierte Schnittstellen den passenden Kundenkonten und Prozessen zugeordnet. Status, Priorität und Zuständigkeit lassen sich innerhalb der vorhandenen Supportlogik bearbeiten.

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Hierfür müssen Datenfelder, Identifikatoren, Berechtigungen und Fehlerfälle klar definiert sein.

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Stufe 4: Rückmeldung in den digitalen Kanal

Zusätzlich kann der Bearbeitungsstatus an die App oder ein Kundenportal zurückgegeben werden. KundInnen sehen dann beispielsweise, dass ihr Vorgang eingegangen ist oder bearbeitet wird.

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Ob diese Ausbaustufe erforderlich ist, hängt vom Anwendungsfall ab. Eine Statusanzeige kann zusätzliche Nachfragen reduzieren, erhöht jedoch auch die Anforderungen an Synchronisation und Datenpflege.

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Ein sinnvoller Einstieg beginnt deshalb mit einem klar abgegrenzten Prozess. Ein häufiger Anwendungsfall wie Router-Einrichtung, Verbindungsproblem oder Störungsmeldung eignet sich besser als der Versuch, sofort alle Serviceprozesse und Systeme miteinander zu verbinden.

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Vor der technischen Umsetzung sollten fünf Fragen beantwortet sein:

  1. Welcher Prozess soll verbessert werden?
  2. Welche Informationen benötigt das zuständige Team?
  3. In welchem System findet die weitere Bearbeitung statt?
  4. Wie werden KundInnenkonto und Vorgang eindeutig zugeordnet?
  5. Welche Rückmeldung benötigen KundInnen nach der Übergabe?

Erst danach lässt sich entscheiden, welche Integrationstiefe erforderlich ist.

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Wie Support unter hoher Auslastung steuerbar bleibt

Unter normaler Auslastung lassen sich fehlende Informationen teilweise durch Rückfragen und manuelle Recherche ausgleichen. Bei Netzstörungen, Schaltungstagen oder größeren Routerwechseln erreicht dieses Vorgehen schnell seine Grenzen.

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Strukturierte Prozesse wirken bei hoher Auslastung an mehreren Stellen:

  • Der Self-Service beantwortet wiederkehrende Fragen und führt durch standardisierbare Prüfungen.
  • Bekannte Störungen können frühzeitig kommuniziert werden.
  • Ungeklärte Anliegen erreichen den Support mit einem definierten Mindestkontext.
  • Vorgänge können nach Fehlerbild, Dringlichkeit oder Zuständigkeit sortiert werden.
  • Ähnliche Fälle werden in den Auswertungen schneller erkennbar.
  • Mitarbeitende müssen weniger Zeit für die erneute Erhebung von Basisinformationen einplanen.

Die Steuerbarkeit entsteht damit aus zwei Effekten: Ein Teil der Anliegen wird digital gelöst. Die verbleibenden Fälle erreichen den Support in einer besser bearbeitbaren Form.

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Woran sich die Prozessqualität messen lässt

Die Zahl erstellter Tickets zeigt noch nicht, ob das Zusammenspiel aus Self-Service, CRM und Ticketing funktioniert. Sinnvoller ist eine Kombination aus digitalen, operativen und qualitativen Kennzahlen.

Kennzahl Leitfrage
Digitale Lösungsquote Wie viele begonnene Anliegen werden im Self-Service abgeschlossen?
Übergabequote Wie viele Vorgänge benötigen eine persönliche Weiterbearbeitung?
Kontextvollständigkeit Sind die für den jeweiligen Prozess definierten Pflichtinformationen vorhanden?
Fehlroutingquote Wie häufig gelangt ein Vorgang zunächst zum falschen Team?
Bearbeitungszeit nach Übergabe Wie lange benötigt der Support ab Eingang des vorbereiteten Falls?
First Contact Resolution Wie viele übergebene Anliegen werden beim ersten persönlichen Kontakt gelöst?
Wiederholungsquote Wie häufig müssen Fragen oder Prüfungen aus dem Self-Service erneut durchgeführt werden?
Wiederholkontaktquote Wie häufig melden sich KundInnen wegen desselben Anliegens erneut?
Statuskontaktquote Wie häufig fragen KundInnen nach dem Bearbeitungsstand?

Die Kennzahlen sollten nach Anliegen und Prozess getrennt ausgewertet werden. Ein komplexer WLAN-Fall lässt sich kaum sinnvoll mit einer einfachen Störungsinformation vergleichen.

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Auch die Interpretation einzelner Werte braucht Kontext. Eine kurze Bearbeitungszeit ist wenig aussagekräftig, wenn anschließend viele Wiederholkontakte entstehen. Eine niedrige Übergabequote kann positiv sein, aber auch auf frühe Prozessabbrüche hinweisen.

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Die First Contact Resolution hilft dabei, die Lösung beim ersten Kontakt zu betrachten. Für die wirtschaftliche Bewertung sind zusätzlich Kontaktvolumen, Bearbeitungsaufwand und Kosten pro Supportfall relevant.

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Wie MyProvider bestehende Systemlandschaften ergänzt

MyProvider verbindet eine Self-Service-App für KundInnen mit dem Conntac Dashboard für Service und Management. Geführte Prozesse unterstützen beispielsweise bei Einrichtung, Problemlösung, WLAN-Optimierung und Störungsinformation.

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Bleibt eine persönliche Bearbeitung erforderlich, können relevante Informationen aus dem bisherigen Prozess für den Support bereitgestellt werden. Über definierte Kontakt- und Ticketing-Prozesse lassen sich Anliegen in bestehende Abläufe überführen. Das Dashboard macht digitale Vorgänge und Auswertungen für die Serviceorganisation sichtbar.

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Wie diese Einbettung konkret aussieht, hängt von den vorhandenen Systemen, dem gewählten Anwendungsfall und der vereinbarten technischen Umsetzung ab. CRM, Ticketsystem oder ACS werden dabei nicht pauschal ersetzt. Ziel ist eine klare Aufgabenverteilung, bei der Self-Service bestehende Supportprozesse vorbereitet und ergänzt.

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Häufige Fragen zu Self-Service, CRM und Ticketing

Wie lässt sich Self-Service in ein bestehendes CRM integrieren?

Zunächst muss festgelegt werden, welche Informationen das CRM für den jeweiligen Anwendungsfall benötigt. Dazu können Kundenzuordnung, Anliegen, Prüfergebnisse und eine Vorgangsnummer gehören. Die technische Umsetzung richtet sich nach den vorhandenen Schnittstellen und der gewünschten Integrationstiefe.

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Ersetzt eine Self-Service-Lösung das vorhandene Ticketsystem?

In der Regel übernimmt das Ticketsystem weiterhin die Steuerung offener Vorgänge. Der Self-Service kann Anliegen digital lösen oder ungelöste Fälle strukturiert für das Ticketsystem vorbereiten.

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Welche Rolle spielt die Vorgangsnummer?

Die Vorgangsnummer verbindet die Angaben der KundInnen, den digitalen Prozess und die weitere Bearbeitung. Sie ermöglicht eine eindeutige Zuordnung und hilft dabei, Informationen über mehrere Kontaktpunkte hinweg zusammenzuhalten.

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Welche Daten sollte ein Self-Service an den Support übergeben?

Erforderlich sind vor allem das konkrete Anliegen, relevante Prüfergebnisse, bereits ausgeführte Schritte und der Grund für die Übergabe. Je nach Prozess kommen Kunden-, Vertrags-, Geräte- oder Anschlussdaten hinzu.

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Muss für Self-Service die gesamte Systemlandschaft umgebaut werden?

Der Umfang hängt vom Anwendungsfall ab. Häufig ist ein schrittweiser Einstieg sinnvoll: Ein klar abgegrenzter Prozess wird zunächst fachlich definiert und anschließend mit den tatsächlich benötigten Daten und Systemen verbunden.

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Welche Prozesse eignen sich für den Einstieg?

Geeignet sind häufige und klar beschreibbare Anliegen, beispielsweise Router-Einrichtung, Verbindungsprüfung, WLAN-Optimierung oder Störungsinformation. Für diese Prozesse lassen sich erforderliche Informationen, Prüfschritte und Übergabepunkte vergleichsweise eindeutig festlegen.

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Wie profitieren Supportteams von einer strukturierten Vorqualifizierung?

Mitarbeitende erhalten eine bessere Grundlage für die Einordnung des Falls. Basisfragen, wiederholte Prüfungen und manuelle Recherchen können dadurch reduziert werden. Der tatsächliche Effekt sollte über Bearbeitungszeit, Wiederholungen, Fehlrouting und Lösungsquote gemessen werden.

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Fazit: Steuerbarer Service braucht klare Systemrollen

Self-Service, CRM und Ticketing bilden gemeinsam einen Supportprozess, wenn Aufgaben und Informationsflüsse klar definiert sind. Der Self-Service begleitet KundInnen, führt Prüfungen durch und strukturiert das Anliegen. Das CRM stellt den Kundenkontext bereit. Das Ticketsystem organisiert Zuständigkeit, Status und weitere Bearbeitung. Das Dashboard schafft Transparenz über digitale Vorgänge und ihre Nutzung.

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Für Internetanbieter liegt der entscheidende Schritt vor der technischen Integration: Zuerst müssen der konkrete Anwendungsfall, die benötigten Informationen und der weitere Bearbeitungsweg feststehen. Daraus ergibt sich, welche Systeme beteiligt sind und welche Schnittstellen tatsächlich benötigt werden.

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Ein schrittweises Vorgehen reduziert die Komplexität. Es schafft zugleich eine belastbare Grundlage, um weitere Prozesse später gezielt anzubinden.

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Self-Service in bestehende Supportprozesse einbetten

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Johanna Kugler

Content Marketing Manager

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